Albert Braun und das Duo Susanne Schär & Peter Spillmann verbindet eine lange Freundschaft, aus welcher bereits ein paar gemeinsame Projekte und Ausstellungen resultierten, die aber nie wirklich in direkter Form den Dialog zwischen ihren künstlerischen Arbeiten oder Positionen zum Ausdruck brachten. Ihre gemeinsame Ausstellung „Vom Zwei- zum Dreiklang“ in der KREIS Galerie in Nürnberg/D 2012 konnte nun entsprechend als Premiere eines Dialogs zwischen ihren Künstlerpositionen angeschaut werden.  
Erfolgreich zusammen „jammen“ ist ein Idealfall, der meistens nur einzelnen Genres vorbehalten bleibt. Braun, Schär & Spillmann verstehen darunter individuelles Wirken und eine lustvolle Auseinandersetzung mit der anderen Position. In diesem Sinne entstanden Grundlage und Konzept zur Ausstellung „Vom Zwei- zum Dreiklang“. Im Mittelpunkt standen nicht primär fertige Arbeiten sondern das Aufeinandertreffen und die Auseinandersetzung des Wirkens. Das „Trio“ hat vor Ort räumlich und inhaltlich gemeinsam agiert, reagiert, improvisiert, komponiert und inszeniert.
Der Untertitel „Streifzüge“ verweist auf eine ähnliche Arbeitsweise beider Künstlerpositionen: Die alltägliche Umgebung bildet das Ausgangsmaterial für konzeptuelle und assoziative Arbeitsprozesse, die in Form von Installationen, Videos und Fotografie zum Ausdruck gebracht werden. Aus den Erkundungen des Naheliegenden gehen zahlreiche Skizzen, Notizen, Fotos und Videos hervor. Diese Sammlungen dienen als Gedankenstütze und Grundlage, um daraus Arbeiten zu entwickeln. Sie sind Teil des Entstehungsprozesses eines Werkes und können in eigenständige Arbeiten münden. In der KREIS Galerie bildete so gesammeltes Material das tragende Element und wurde daselbst neu „ver-ortet“. Aus der neuen Komposition entstand so eine Gesamtinstallation.

In dieser begehbaren Installation gab es einiges zu erkunden: Überwachungskameras, deren Aufnahmen über Monitore „Closed Circuit“ übertragen wurden und die Besucher in ein Wechselspiel zwischen beobachten und beobachtet werden versetzte, verheissungsvolle Pflänzchen, die unter Tarnnetzen mit Hilfe von Tageslichtleuchten hochgepäppelt wurden, Bierbänke, Lichterketten, eine große Bar, Gönnerporträts in Anlehnung an eine Bildergalerie prominenter Gäste… und schließlich einen Hochsitz, von dem aus alles überwacht wurde. Alles Materialien und Gegenstände, mit denen die drei Künstler individuelle, persönliche Hintergründe und Erinnerungen verbinden. Die neu gewonnenen und installationsbezo-genen Kombinationen ermöglichten weitere Interpretationen, und getragen durch eine Klangkulisse von stetigem Zusammenspiel unterschiedlicher Soundelemente entstanden fortwährend neue Geschichten.



VOM ZWEI- ZUM DREIKLANG – From Two- to Three-Tone
Streifzüge – Wanderings



A long-standing friendship connecting Albert Braun and the duo Susanne Schär & Peter Spillmann, has resulted, thus far, in a number of joint projects and exhibitions. Their joint exhibition “From Two- to Three-Tone“ in the KREIS Gallery Nürnberg/D in 2012 is the first collaboration to show the intense dialogue between their artistic positions (views) with direct expression.
To be able to “jam” together successfully is an ideal opportunity that is mostly left to few genres only. In the understanding of Braun, Schär & Spillmann this is a joyful confrontation of juxtaposition from which the basis and concept of the exhibition emerged. The central focus was not on primarily finished works but on the convergence and confrontation of their activities and creativity. The “trio” worked together on site, compiling the content through interaction, reaction, improvisation and orchestration.
The subtitle ‘Wanderings’ refers to their similar approaches to artistic expression: everyday surroundings provide the starting material for their conceptual, and associative processes, which find expression as installations, videos and process work. Numerous sketches, notes, photos and videos will emerge from the exploration of the obvious and nearby. These collections suffice as conceptual mementos and as the basis for the development of new work. As a part of the work in progress the collections might turn into independent art works, too. Thus the collected material became the main element of work in the Kreis Gallery and reinterpreted on site. The new composition transformed into an all-encompassing Installation.

There was much to explore in this Installation that could be walked through: surveillance cameras that transmitted recordings to monitors on a ‘closed circuit’, which situated spectators in an interplay between watching and being watched. Promising small plants nurtured by daylight bulbs under camouflage netting, ale-benches, light chains, a large bar, portraits of patrons referring to a portrait gallery of celebrities…. and finally a high perch from which everything and all could be surveyed. All these materials and objects hold individual and personal meaning and memories for the three artists. The newly created, site-specific combinations offer new interpretations and, carried by a sound backdrop of an on-going interplay of different sound elements, new stories arising.




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Dokumentation einer Ausstellung / Documentation of an exhibition
VOM ZWEI- ZUM DREIKLANG / From Two- to Three Tone
Dokumentation einer Ausstellung / Documentation of an exhibition
KREIS Galerie Nürnberg/D / Gallery KREIS, Nuremberg/D


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